Öfen zum Kalkbrennen
 
 
Im 18. Jahrhundert und teilweise auch noch im 19. Jahrhundert erfolgte das Brennen des Kalks in Kammeröfen. Der Kalkstein wurde in den Kammern gestapelt. Durch Feuerungsöffnungen wurde von außen Holz in die Kammer nachgeschoben. Nach ca. fünf Tagen war der Brennprozess beendet. Zwei Tage mußte der Kammerofen auskühlen. Anschließend wurde der gebrannte Kalk aus dem noch heißen Kammerofen herausgeholt und neuer Kalkstein hineingebracht. Die Qualität der Kalkes wurde durch die Asche gemindert, mit der sich der gebrannte Kalk mischte. Die Kosten für das Brennmaterial waren sehr hoch, da nur Holz verwendet werden konnte. Hinzu kommt noch, daß der energetische Wirkungsgrad im Kammerofen schlecht war. Zum Schutz der stark belasteten Kammerdecken überbaute man diese Öfen mit hölzernen Dachkonstruktionen, die bei stürmischem Wetter häufig ein Raub der Flammen wurden.
 
 
Letzte Aktualisierung: 06.2.2005
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